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Grundsätzlich muss jede Elektroinstallation vor der Inbetriebnahme nach den Vorgaben des VDE 0100 Teil 610 geprüft werden. Jede Elektroinstallation und jedes Elektrogerät ist eine technische Errichtung, die dem Verschleiß unterliegt. Aus diesem Grund schreiben der Gesetzgeber und die Berufsgenossenschaften regelmäßige Prüfungen gemäß VDE 0105 für alle öffentlichen Einrichtungen, Gebäude mit Publikumsverkehr, sowie für alle Betriebe vor. Im Privatbereich ist diese Prüfung zwar noch nicht Pflicht, aber trotzdem dennoch sehr empfehlenswert; insbesondere, wenn Vermietungen eine Rolle spielen. In diesem Zusammenhang haben bereits mehrere Oberlandesgerichte bestätigt, dass der Vermieter gegenüber dem Mieter für die einwandfreie Elektroinstallation haftet.

Ausführung


In öffentlichen Einrichtungen, Gebäuden mit Publikumsverkehr und in Betrieben, welche den Feuerversicherungsrichtlinien unterliegen, müssen diese Prüfungen von einem zugelassenen VdS Sachverständigen durchgeführt werden. Diese Einrichtungen unterliegen besonders der Klausel 3602.

Die zusätzliche Aufgabe des Sachverständigen ist die Prüfung der Anlage im Hinblick auf die Brandschutzsicherheit. Diese Brandschutzsicherheit beinhaltet die Prüfung der richtigen Verlegung der Kabel, auch solche mit Funktionserhalt im Brandfall. Das sind Versorgungssysteme für lebensnotwendige Einrichtungen welche im Brandfall ihren Dienst innerhalb einer bestimmten Zeit aufrechterhalten müssen. Hierzu zählen z.B. Brandmelde- und Löschanlagen, Notbeleuchtungen und Fluchtwegeversorgungen. Zusätzlich werden die richtige Beschaffenheit der Brandabschnitts- Kabelführung, die Kabelbrandlast, die Kurzschlussfestigkeit und die Schaltselektivität der Anlage geprüft.

Das bedeutet, dass der Eigentümer die oben genannten Prüfungen im jährlichen Rhythmus von VdS Sachverständigen durchführen lassen muss. Jeder Elektroinstallateur kann die Erstprüfung vornehmen und, wenn er die E-Check Zulassung seiner Elektroinnung besitzt, die Folgeprüfung der Installationen durchführen. Er kann aber nicht die Prüfung nach den VdS Richtlinien erfüllen. Da man gewöhnlich seine eigenen Fehler nicht findet, ist es besser die Prüfung in die Hände eines unabhängigen Prüfers zu geben.

Messung

Die Erstprüfung und Folgeprüfung, die von einem Sachverständigen durchgeführt wird, beinhaltet im Wesentlichen drei Hauptteile: besichtigen, erproben und messen. Hierbei werden alle Anlagenteile auf den ordnungsgemäßen Zustand überprüft. Hierzu gehören insbesondere die Prüfung der Funktion der Schutzmaßnahmen wie Berührungsschutz, Schutzleiter, Potentialausgleichsleiter und Schutzeinrichtungen wie z.B. Fehler-Schutzschalter, Leitungsschutzschalter und Isolationsüberwachungsgeräte, sowie die Isolationsprüfung aller elektrischen Leitungen. Ebenfalls wird die Brandschutzsicherheit der Elektroanlage überprüft.

1. Besichtigen
  1. Neue Betriebsmittel richtig gewählt? Betriebsmittel sind alle Teile die zur Funktionstüchtigkeit der elektrischen Anlagen beitragen z.B. Leitungen, Schalter, Steckdosen, Verteilungen, Klemmen, Kabelkanäle, Sicherungen, Sicherungsautomaten, FI-Schalter. Hier wird geprüft ob diese Betriebsmittel für den Verwendungszweck richtig gewählt und fehlerfrei sind.
  2. Ältere Betriebsmittel noch fehlerfrei?
    Es wird geprüft, ob die gewählten Geräte mechanisch und elektrisch noch in Ordnung sind.
  3. Isolierschutz noch vollständig?
    Es wird geprüft, ob der Berührungsschutz zu leitenden Teilen vorhanden und ob dieser noch in Ordnung ist.
  4. Schutz durch Abstand in Ordnung?
    Es wird geprüft, ob bei Schaltanlagen, Verteileranlagen und Transformatoren Schutzgitter, Sperrbalken oder Sperrketten angebracht sind, sodass der erforderliche Sicherheitsabstand entsprechend der Spannung noch gewährleistet ist.
  5. Schutz durch Hindernisse in Ordnung?
    Hier wird geprüft, ob Hindernisse für den erforderlichen Abstand sorgen, wenn keine Abstandhalter vorhanden sind.
  6. Leitungsverlegung noch in Ordnung?
    Hier wird geprüft, ob neue Kabel verlegt wurden und ob bei diesen und den älteren die Anforderungen an Kabel und Befestigungen eingehalten sind, z.B. Kabelmaterial, Biegeradien, Befestigungsart, evtl. Brandschutzklasse.
  7. Brandabschottung noch in Ordnung?
    Hier wird geprüft, ob alle Brandschotten noch ordnungsgemäß verschlossen sind und die Brandschutzklassen eingehalten werden.
  8. Überstromschutz richtig gewählt und noch in Ordnung?
    Hier wird geprüft, ob die Sicherungsleistungsgrößen zum Kabelquerschnitt bzw. die Abschaltbedingungen noch eingehalten werden.
  9. Kurzschlussstrom Tragfähigkeit in Ordnung?
    Hier wird geprüft, ob die Betriebsmittel in der Lage sind dem maximalen Kurzschlussstrom standzuhalten.
  10. Erforderliche Überwachungseinrichtungen noch in Ordnung?
    Hier wird geprüft, ob Isolationsüberwachungen, Fehlerstromüberwachungen, Feuer- und Gasmeldeanlagen, funktionstüchtig und ordnungsgemäß montiert sind.
  11. Unterlagen noch vollständig?
    Hier wird geprüft, ob alle elektrischen Schaltpläne noch vollständig und vorhanden sind und ob alle Erneuerungen eingetragen wurden.

2. Erproben
  1. Isolationswächter, FI-Schalter, usw. in Ordnung?
    Es wird geprüft, ob die eingesetzten Überwachungsgeräte noch funktionieren.
  2. Not-Aus, Verriegelungen, Druckwächter in Ordnung?
    Es wird geprüft, ob Not-Aus Einrichtungen und andere Überwachungseinheiten noch funktionieren.
  3. Melde- und Anzeigevorrichtungen in Ordnung?
    Es wird geprüft, ob Anzeigevorrichtungen z.B. Fernmeldetableau, Anzeigelampen, Hinweisleuchten, Notbeleuchtung, Fluchtwegebeleuchtung noch funktionieren.
  4. Isolierungen in Ordnung?
    Es wird geprüft, ob Isolierungen einwandfrei befestigt und ob Abdeckungshauben richtig installiert sind.

3. Messen
  1. Spannung und Strom
    Es wird an allen Stromkreisen am Eingang und / oder am Ausgang der Fehlerstrom gemessen Es wird an allen Stromkreisen am Eingang und/oder am Ausgang gemessen.
  2. Fehler- und Berührungsspannung
    Es wird gemessen, ob die Grenzwerte von 25 Volt bzw. 50 Volt eingehalten werden, um so Mensch und Tier den erforderlichen Schutz zu geben.
  3. Isolationswiderstand
    Die Isolierung elektrischer Leitungen unterliegt einer laufenden Alterung. Unter normalen Betriebsbedingungen kann davon ausgegangen werden, dass Leitungen eine mittlere Lebensdauer von 40 Jahren haben. Die gemessenen Werte werden mit den Messwerten der vorangegangenen und der Erstprüfung verglichen. Bei zunehmender Verschlechterung müssen die Leitungen ersetzt werden, um Brände zu verhindern.
  4. Schleifenimpedanz
    Die Prüfung legt fest, ob die erforderlichen Leitungslängen und Querschnitte den Mindeststrom fließen lassen um zu gewährleisten, dass im Fehlerfall die vorgeschalteten Überstromschutzorgane in der vorgegebenen Zeit auslösen.
  5. Widerstand der Erdungsleitungen, Schutzleiter und Potentialausgleichsleiter.
    Die niederohmigen Verbindungen der PE und PA Leiter werden dokumentiert. PE = Schutzerde; PA = Potentialausgleich
  6. Erdungswiderstand
    Es wird damit gemessen, ob die Anlagenerdung in Ordnung ist. Der Übergangswiderstand ist der Widerstand des Anlagen- oder Betriebserders zur Erde.
  7. Drehfeld
    Es wird geprüft, ob das Drehfeld (Phasenfolge) an den Kraftsteckdosen noch stimmt. (Rechts drehend ist die Norm)
  8. Widerstand von Fußböden
    Es wird geprüft ob bei z.B. leitfähigen Fußböden oder Wänden die vorgeschriebenen Werte noch einhalten werden.
  9. Hochspannungsprüfung, Allgemein- und Meßsysteme.
    Es wird die Durchschlagsfestigkeit unbekannter Isolierungen geprüft und nachgewiesen. Abschließend wird ein Prüfprotokoll erstellt. Bei Fehlern werden Lösungsvorschläge aufgelistet

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